{"corpus":"steiner","locus":"GA 202/1920-12-18/p017","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wärme ist äußerlich in den Körpern, Wärme ist innerlich im menschlichen Organismus, und indem die Wärme selbst im Menschen organisiert ist, greift die Seele, das Seelisch-Geistige, in diesen Wärmeorganismus ein, und auf dem Umwege durch die Wärme greift ein alles das, was wir innerlich moralisch erleben. Ich meine jetzt natürlich mit dem Moralischen nicht nur, was sich der Philister unter moralisch allein vorstellt, sondern ich meine die Gesamtheit alles Moralischen, also auch diejenigen Impulse, die wir zum Beispiel gewinnen, wenn wir die Herrlichkeit des Kosmos betrachten, wenn wir uns sagen: Wir sind aus dem Kosmos heraus geboren, wir sind verantwortlich für das, was in der Welt vorgeht, wenn wir uns begeistern lassen, in die Zukunft hineinzuwirken aus den Erkenntnissen der Geisteswissenschaft heraus. — Und wenn wir die Geisteswissenschaft selber als einen Quell des Moralischen betrachten, dann können wir am meisten begeistert sein für dasjenige, was moralisch ist, dann wird solche Begeisterung, die aus geisteswissenschaftlicher Erkenntnis wirkt, zu gleicher Zeit ein Quell des im höheren Sinne Moralischen sein. Aber, was man gewöhnlich moralisch nennt, ist nur eine Unterabteilung des Moralischen im allgemeinen. Alle diejenigen Ideen, die wir uns über die äußere Welt machen, über fertige Naturanordnungen, sind theoretische Ideen. Wir können uns noch so stark mathematisch-mechanisch eine Maschine vorstellen, noch so stark mathematisch-mechanisch uns das Weltenall im Sinne des kopernikanischen Systems vorstellen, was wir so als theoretische Ideen gewinnen, ist Sterbekraft in uns, ist dasjenige, was Leiche des gesamten Weltalls in uns ist als Gedanke, als Vorstellung.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Elfter Vortrag","site_heading":null,"date":"1920-12-18","location":null,"word_count":246,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/202/1920-12-18/p017","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/202/1920-12-18/p017"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/202/1920-12-18/p017","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"also_served_as":{"lectures":["1920-12-18_02"],"note":"The identical text is also served under the loci listed here. They are the SAME witness under different ids, not independent attestations: do not cite two of them as corroborating each other."}}