Elfter Vortrag

GA 202/1920-12-18/p019 ·1920-12-18 · original (original)
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Wenn man die Voraussetzungen hat, die aus solchen Erkenntnissen kommen, dann wird man mit ihnen nun sich auch entgegenstellen können dem, was einem auf gewissen Gebieten als äußere Wissenschaft erscheint, und was ja auch heute schon in das populäre Bewußtsein hinübergegangen ist. Wir haben als eine Grundlage unseres Weltbildes heute die kopernikanische Weltanschauung anzusehen. Diese kopernikanische Weltanschauung, die dann Kepler weiter ausgebildet, Newton vertheoretisiert hat, sie wurde ja allerdings verpönt bis zum Jahre 1827 von der katholischen Kirche. Kein rechtgläubiger Katholik durfte sie bis dahin glauben. Seither ist es ihm erlaubt, sie zu glauben. Aber sie ist so sehr in das populäre Bewußtsein übergegangen, daß natürlich heute jemand als ein Tropf gelten würde, der nicht die Welt im Sinne dieses kopernikanischen Weltbildes anschauen würde.

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