Elfter Vortrag

GA 202/1920-12-18/p021 ·1920-12-18 · original (original)
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Dann kam die Zeit, in der man die Weltenkörper als physische Wesenheiten ansah, die nach mathematischen Gesetzen kreisen oder stillstehen, sich anziehen und abstoßen und so weiter. Allerdings, es ging durch alle Zeiten, in den älteren Zeiten mehr instinktiv, ein Wissen davon, wie die Dinge wirklich sind. Jetzt kommt es so, daß das instinktive Wissen nicht ausreicht, daß mit vollständigem Bewußtsein dasselbe errungen werden muß, was früher instinktiv gewußt wurde. Und wenn wir anfragen, wie diejenigen, die nun in totaler Anschauung, das heißt, in physischer, seelischer und geistiger Anschauung das Weltenall erkennen konnten, sich vorstellten die Sonne, so können wir etwa folgendes sagen: Sie stellten sich die Sonne zunächst als Geistwesen vor (Zeichnung I). Dieses Geistwesen, das dachten sich die Initiierten als den Quell alles Moralischen. Dasjenige also, wovon ich in meiner «Philosophie der Freiheit» sagte, daß die moralischen Intuitionen aus diesem Quell herausgenommen werden, sie werden innerhalb der Erde herausgenommen; von den Menschen erglänzen sie, von dem, was in den Menschen als moralische Begeisterung leben kann (II).

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Cite: GA 202/1920-12-18/p021 · edition original