Elfter Vortrag

GA 202/1920-12-18/p023 ·1920-12-18 · original (original)
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Denken Sie einmal, wie unsere Verantwortlichkeit erhöht wird, wenn wir wissen: Wäre niemand auf der Erde, der für wahrhafte, echte Moral oder überhaupt geistige Ideale erglühen kann in seiner Seele, so würden wir nicht beitragen zu einem Fortgange unserer Welt, zu einer Neuschöpfung, sondern zu einem Absterben unserer Welt. Diese Leuchtekraft (Zeichnung III), die hier auf der Erde ist, wirkt ins Weltenall hinaus. Das ist allerdings eben für das gewöhnliche menschliche Wahrnehmen zunächst unwahrnehmbar, wie da hinausstrahlt von der Erde, was in dem Menschen Moralisches lebt. Ja, wenn über die ganze Erde heraufziehen würde ein trauriges Zeitalter, in dem Millionen und aber Millionen von Menschen nur in Ungeistigkeit vergehen würden — das Geistige zu gleicher Zeit hier einschließlich des Moralischen gedacht, denn so ist es ja auch -, dann würde, wenn nur ein Dutzend Menschen mit heller moralisch-geistiger Begeisterung da wären, doch die Erde erstrahlen geistig-sonnenhaft. Dasjenige, was da ausstrahlt, das strahlt nur bis zu einer gewissen Entfernung. In dieser Entfernung spiegelt es sich gewissermaßen in sich selbst, und es entsteht hier die Spiegelung desjenigen, was von dem Menschen ausstrahlt. Und diese Spiegelung, die sahen die Initiierten aller Zeiten als die Sonne an. Denn da ist nichts Physisches, ich habe es oft gesagt. Wo die äußere Astronomie davon redet, daß ein glühender Gasball ist, da ist nur die Widerspiegelung eines Geistigen, das physisch erscheint (IV).

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Cite: GA 202/1920-12-18/p023 · edition original