Zwolfter Vortrag

GA 202/1920-12-19/p015 ·1920-12-19 · original (original)
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Man wird nun fragen müssen: Wodurch ist denn das Ideal, das höchste, in diesem willensdurchstrahlten Gedankenleben zu erreichen? Ja, wenn das Gedankenleben etwas wäre, das materielle Vorgänge darstellte, dann könnte das eigentlich gar nie eintreten, daß der Wille ganz in die Sphäre der Gedanken gewissermaßen hineinträte und in der Sphäre des Gedankens das Willensmäßige immer mehr und mehr Platz griffe. Stellen Sie sich vor, da wären materielle Vorgänge — der Wille könnte in diese materiellen Vorgänge höchstens organisierend hineinstrahlen. Nur dann kann der Wille wirksam sein, wenn das Gedankenleben als solches keine äußere physische Realität hat, wenn das Gedankenleben etwas ist, was der äußeren physischen Realität bar ist. Was muß es also sein?

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