Zwolfter Vortrag
Das heißt den Menschen in seiner Ganzheit betrachten. Wir sehen, wie dasjenige, was sonst nur innerhalb des menschlichen Bewußstseins zumeist in Abstraktionen aufgefaßt wird, wie das als reales Element sich am Weltenwerden beteiligt; und wie das, was im Weltenwerden darinnensteht und woran das gewöhnliche Bewußtsein so haftet, daß es sich gar nicht etwas anderes vorstellen kann, als daß es eine Realität ist, wie das bis in die Null hinein aufgelöst wird. Das ist eben eine Realität für das gewöhnliche Bewußtsein, und wenn es schon nicht geht mit den äußeren Realitäten, so müssen es wenigstens die Atome sein, die starre Realitäten sind. Und weil man nicht mit seinen Gedanken loskommen kann von diesen starren Realitäten, so läßt man sie einfach durcheinandermischen, einmal so, einmal so. Das eine Mal wird es Wasserstoff, das andere Mal Sauerstoff, sie sind anders gruppiert, eben weil man nicht anders kann, als das, was man einmal in Gedanken festgehalten hat, auch festgehalten zu denken in der Realität.
Cite:
GA 202/1920-12-19/p029 · edition original