{"corpus":"steiner","locus":"GA 202/1920-12-23/p027","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wir müssen so fromm werden wie die Hirten in ihrem Herzen waren gegenüber den Offenbarungen der Natur. Wie diese in ihrer Innenwelt zum Geistesauge kamen, müssen wir zum Geistesauge an der Natur kommen. Und wir müssen auf der anderen Seite auch den Krebsweg machen. Wir müssen kommen zu einer Astronomie des Inneren, so daß aus den schauenden Kräften im Inneren des Menschen erweckt kann werden der Gang der Welt durch Saturn-, Sonnen-, Monden-, Erden-, Jupiter-, Venus-, Vulkanzeiten: eine Astronomie aus dem Inneren wie früher eine Astronomie aus dem Äußeren, eine Frömmigkeit an der Naturbeobachtung wie früher die Frömmigkeit nach Art der Hirten auf dem Felde. Können wir vertiefen dasjenige, was heute so ungeistig an uns herantritt in der Naturbetrachtung, können wir auf der anderen Seite schöpferisch machen, was heute so grau in bloßen mathematisch-geometrischen Bildern erlebt wird, können wir die Mathematik durch inneres Erleben zu jener Glorie wiederum erheben, welche die alte Astronomie hatte, können wir die Naturbetrachtung zu jener Herzenstiefe und zu jener Frommheit vertiefen, die die Hirten auf dem Felde erlebten, können wir durch das Innere dasjenige erleben, was die Magier aus den Sternen erlebten, können wir an dem Anblicke der äußeren Natur so fromm werden, wie die Hirten auf dem Felde gewesen sind - dann werden wir erleben durch Frommheit im äußeren Naturbetrachten, durch liebevolles Verfolgen der Weltenereignisse aus dem Inneren heraus, dann werden wir finden in einer ähnlichen Weise wiederum den Weg zum Weihnachtsmysterium, wie durch innerliches Frommwerden die Hirten auf dem Felde, durch äußeres Weisewerden die Magier aus dem Morgenlande den Weg zur Krippe gefunden haben.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Dreizehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1920-12-23","location":null,"word_count":261,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/202/1920-12-23/p027","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/202/1920-12-23/p027"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/202/1920-12-23/p027","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}