Search for the New Isis, the Divine Sophia: The Quest for the Isis-Sophia
Wir wissen, in welch innigem Zusammenhang wir zu sehen haben dasjenige, was moralisch-geistig sich in der Menschheitsentwickelung vollzieht, mit dem, was sich in der Natur vollzieht. Und wir können mit einem gewissen Verständnis für diese Brücke zwischen Naturdasein und moralischer Weltordnung auch herangehen an jene Beziehung, die uns seit vielen Jahren beschäftigt, an die Beziehung des Christus Jesus zu demjenigen Wesen, dessen äußerer Abglanz in der Sonne erscheint. Nicht immer waren Bekenner und Vertreter des christlichen Impulses so feindlich gesinnt dem Erkennen dieses Zusammenhanges zwischen dem Sonnenmysterium und dem Christus-Mysterium, wie das die heutigen, in die Dekadenz gekommenen Vertreter des Christentums oftmals sind. Dionysius der Areopagite, von dem wir ja auch schon öfter gesprochen haben, nennt die Sonne das Denkmal des Gottes. Und bei Augustinus finden wir durchaus noch überall Hinweise, selbst in der Scholastik finden wir noch Hinweise darauf, wie in den äußeren Gestirnen und ihren Bewegungen Bildhaftes zu sehen ist für das geistig-göttliche Dasein in der Welt.
Cite:
GA 202/1920-12-24/p005 · edition original