{"corpus":"steiner","locus":"GA 202/1920-12-24/p013","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wir müssen uns klar sein, daß die gegenwärtige Menschheit ahrimanisch durchsetzt ist, innerlich so bewegt und durchwellt ist von Ahriman, wie die ägyptische Welt von Luzifer bewegt und durchwellt worden ist. Dann aber, wenn Ahriman im Innern wirkt, dann sieht der Mensch sein Weltenbild in luziferischer Gestalt. Wie sieht der Mensch dann dieses Weltbild? Dieses Weltbild in luziferischer Gestalt ist geschaffen, es ist da, es ist in der neueren Zeit immer populärer und populärer geworden, es hat alle Kreise ergriffen, die aufgeklärt sein wollen. Es muß ins Auge gefaßt werden, wenn das Weihnachtsmysterium begriffen werden soll: Luzifer ist diejenige Macht, welche das Weltenbild in einem früheren Stadium zurückhalten will. Luzifer ist diejenige Macht, welche hereintragen will in das gegenwärtige Weltenbild das, was in früheren Stadien vorhanden war, welche bleibend machen will das, was in früheren Stadien vorhanden. war. Alles das, was in früheren Stadien moralisch war, ist natürlich im Gegenwärtigen da. Luzifer hat nun alles Interesse daran, das Moralische als solches, das immer als ein Gegenwärtiges seine große Bedeutung hat, weil es ja keimhaft für spätere Weltenschöpfung wirkt, alles Moralische herauszulösen aus dem Weltenbild und bloß das naturgemäß Notwendige im äußeren Weltenbilde erscheinen zu lassen. So stellt sich dem arm gewordenen Menschen der neueren Zeit eine Weltenweisheit dar, die zugleich ein Weltenbild gibt, in dem die Sterne kreisen nach amoralischen, rein mechanischen Notwendigkeiten, in dem die Sterne kreisen in einer Weise, daß wir mit ihrem Kreisen nichts vom moralischen Sinn der Weltenordnung verbinden können. Das ist ein rein luziferisches Weltenbild.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Search for the New Isis, the Divine Sophia: The Quest for the Isis-Sophia","site_heading":null,"date":"1920-12-24","location":null,"word_count":250,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/202/1920-12-24/p013","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/202/1920-12-24/p013"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/202/1920-12-24/p013","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"other_renderings":{"loci":[{"locus":"GA 202/1920-12-24_02","ga":"202","lecture":"1920-12-24_02","kind":"renderings","relation":"another translation or transcription of the same lecture"}],"note":"The same lecture is also served at the loci listed, each with how it relates to this one. They are ONE witness, not independent attestations: quote the rendering you fetched, and do not cite another as corroborating it. Wording differs between translations, so a quotation found in one need not occur in the other."}}