{"corpus":"steiner","locus":"GA 202/1920-12-24/p019","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Das ist dasjenige, was wir uns als einen Inhalt des Weihnachtsmysteriums in die Seele schreiben sollen. Wir müssen dahin kommen, uns zu sagen: Im 19. Jahrhundert ist selbst die Theologie dahin gekommen, in dem Christus bloß den Menschen aus Nazareth zu sehen. Das heißt, es ist diese Theologie durchaus verluziferisiert. Sie sieht nicht mehr hinein in die geistigen Untergründe des Daseins. Äußere Naturerkenntnis luziferisiert, Theologie luziferisiert. Man könnte natürlich, wenn man von dem inneren Aspekt des Menschen spricht, ebensogut sagen ahrimanisiert, wie Sie aus meinen Auseinandersetzungen gesehen haben. Dann müßte man aber für die Ägypter sagen luziferisiert, beziehungsweise ahrimanisiert, wenn es das Äußere angeht. Der neuere Mensch muß auch das Weihnachtsmysterium in einer neuen Weise begreifen. Er muß verstehen, daß er zunächst zu suchen hat die Isis, damit der Christus ihm erscheinen könne. Dasjenige, was unser Unglück in der neueren Zeit für die zivilisierte Menschheit herbeigeführt hat, ist ja nicht, daß wir etwa den Christus — der in einer höheren Glorie vor uns steht als für den Ägypter der Osiris — verloren hätten, daß wir uns mit der Isiskraft nach ihm auf die Suche begeben müssen. Nein, was wir verloren haben, ist die Erkenntnis, ist die Anschauung des Christus Jesus. Sie müssen wir wiederum finden mit der Kraft des Jesus Christus, die in uns ist.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Search for the New Isis, the Divine Sophia: The Quest for the Isis-Sophia","site_heading":null,"date":"1920-12-24","location":null,"word_count":215,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/202/1920-12-24/p019","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/202/1920-12-24/p019"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/202/1920-12-24/p019","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"other_renderings":{"loci":[{"locus":"GA 202/1920-12-24_02","ga":"202","lecture":"1920-12-24_02","kind":"renderings","relation":"another translation or transcription of the same lecture"}],"note":"The same lecture is also served at the loci listed, each with how it relates to this one. They are ONE witness, not independent attestations: quote the rendering you fetched, and do not cite another as corroborating it. Wording differs between translations, so a quotation found in one need not occur in the other."}}