{"corpus":"steiner","locus":"GA 202/1920-12-24/p021","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wenn wir aus dieser unserer Gemeinschaft heraus die richtigen Empfindungen entwickeln könnten für dasjenige, was in der Gegenwart zur Phrase geworden ist, und wenn wir aus diesem richtigen Empfinden heraus die Impulse finden könnten für die Erneuerungen, die notwendig sind, dann wäre diese Gemeinschaft, die sich die anthroposophische nennt, ihres Daseins wert. Es sollte Verständnis innerhalb dieser Gemeinschaft dafür sein, was es eigentlich Schlimmes bedeutet für die moderne Zeit, daß solche Dinge wie das Weihnachtsfest sich wie eine Phrase fortpflanzen. Es sollte Verständnis dafür sein, daß das in der Zukunft nicht sein darf und daß diese Dinge einen neuen Inhalt bekommen müssen, daß die alten Gewohnheiten verlassen werden müssen, daß neue Ansichten an die Stelle der alten Gewohnheiten treten müssen. Können wir dazu nicht den inneren Mut aufbringen, dann lügen wir mit in der Beibehaltung der alten Phrase vom jährlichen Weihnachtsfeste, das begangen wird, ohne daß die Seele Entsprechendes fühlt und empfindet. Denn werden wir noch als Menschheit hinaufgehoben zu den höchsten Angelegenheiten dieser unserer Menschheit, indem wir aus alter Gewohnheit an diesem Christus-Fest jährlich uns Geschenke machen? Und indem wir höchstens die auch zur Phrase gewordenen Worte der heutigen Bekenner der einzelnen Religionsgemeinschaften anhören oder mitmachen? Wir sollten es uns verbieten, bei dieser inneren Hohlheit der Weihnachtsfeier zu bleiben. Wir sollten den inneren Entschluß fassen können, solch einem Feste, das die Menschheit hinaufheben soll zum Begreifen ihres Sinnes, solch einem Feste einen Inhalt zu geben, der uns wirklich höchste, einzigartige Empfindungen durch die Seelen ziehen lassen kann.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Search for the New Isis, the Divine Sophia: The Quest for the Isis-Sophia","site_heading":null,"date":"1920-12-24","location":null,"word_count":248,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/202/1920-12-24/p021","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/202/1920-12-24/p021"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/202/1920-12-24/p021","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"other_renderings":{"loci":[{"locus":"GA 202/1920-12-24_02","ga":"202","lecture":"1920-12-24_02","kind":"renderings","relation":"another translation or transcription of the same lecture"}],"note":"The same lecture is also served at the loci listed, each with how it relates to this one. They are ONE witness, not independent attestations: quote the rendering you fetched, and do not cite another as corroborating it. Wording differs between translations, so a quotation found in one need not occur in the other."}}