Siebenter Vortrag

GA 203/1921-01-23/p016 ·1921-01-23 · original (original)
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Gerade die Baumwollindustrie war es, an der man in charakteristischer Weise erleben konnte die Umwandlung des Weltverkehrs in die Weltwirtschaft. Und in der Zeit, in der man noch genau sehen konnte, wie sich das vollzieht, war ich acht Jahre hindurch Erzieher in einem Hause, durch welches eben nur Baumwolle von Indien und Amerika nach Europa verfrachtet worden ist, in welchem nur Baumwollagenten und Fabrikanten von solchen Dingen verkehrten, die aus Baumwolle gearbeitet werden, und man lebte da ganz in den Interessen, die sich über alles das ausspannen, was eben von diesen Dingen kommt. Ich lebte ganz darinnen, weil ich niemals diese äußeren Dinge für gering ansah und etwa sagte, man müsse sich in ein mystisches Halbdunkel zurückziehen vor diesen äußeren Dingen; ich interessierte mich durchaus tief dafür, zumal wenn jene Depeschen ankamen, die man durch Schlüssel übersetzte. Es kam eine Depesche an, darauf stand «Drahtzieher». Dieses «Drahtzieher» mußte man dann aufsuchen im Schlüsselbuch, und das bedeutete: Haus so und so bietet an so und so viele Ballen Baumwolle zu diesem und jenem Preis. - Aus dem Worte «Drahtzieher» zog man alles das heraus, was dann unter Umständen eine sehr bedeutende geschäftliche Unternehmung werden konnte.

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