Neunter Vortrag

GA 203/1921-01-30/p029 ·1921-01-30 · original (original)
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Dieses Sich-eins-Wissen mit der Welt, das unterscheidet diese Welterkenntnis, die aus anthroposophischer Geisteswissenschaft kommt, von derjenigen Weltansicht, die heute die gewöhnliche ist. Aber lassen Sie das sich hineinergießen in die Menschen der heutigen Zeit, denen das fehlt, lassen Sie die Menschen erfüllt sein von diesem Bewußtsein der Zugehörigkeit zu der ganzen Welt, dann werden jene sozialen Stimmungen entstehen können, die die Menschheit weiterführen können. — Währenddem das, was heraufgekommen ist, was ja allerdings zu der Forderung der Freiheit führen konnte, aber dem Menschen kein Verantwortungsgefühl gibt, die Menschen nur dazu gebracht hat, jenes Chaos herbeizuführen, in dem wir eben jetzt darinnenleben. Die Luziferisierung kann nur verhindert werden dadurch, daß die Menschen ihre Stellung im Weltenall erkennen, daß sie nicht nur das Physische des Weltenalls, das sinnlich Gegebene des Weltenalls, sondern das Geistige des Weltenalls durchschauen, sich als Geist im Geist des Weltenalls fühlen. Von diesem Erfülltsein vom Zusammenhange des Menschen mit der geistigen Welt geht auch wirkliches soziales Fühlen aus, strömt dasjenige aus, was gebraucht wird, damit der Mensch auf Erden auch das soziale Leben befruchten kann.

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Cite: GA 203/1921-01-30/p029 · edition original