Neunter Vortrag

GA 203/1921-01-30/p031 ·1921-01-30 · original (original)
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Diese zwei Dinge, Menschheitserkenntnis und Fühlen mit dem ganzen Weltenall, das ist es, was dem Menschen das Äquilibrium gibt. Das kann er aber finden, wenn er im neuzeitlichsten Sinne das Christus-Mysterium wirklich begreift, es so begreift, wie es anthroposophische Geist-Erkenntnis ihm geben kann. Denn da sprechen wir von dem Christus als einem kosmischen Wesen, das aus kosmischen Unendlichkeiten zur Erde sich heruntergesenkt hat. Wir lernen kosmisch fühlen und müssen nur versuchen, diesem kosmischen Fühlen einen Inhalt zu geben. Das können wir nur durch anthroposophische Geisteswissenschaft, sonst bleibt uns auch der Christus-Begriff leer. Der Christus-Begriff wird Phrase, wenn er nicht so wird, daß wir den Kosmos selber menschlich begreifen.

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