Neunter Vortrag

GA 203/1921-01-30/p033 ·1921-01-30 · original (original)
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Es ist überall in unserer anthroposophischen Literatur erkennbar, wie diese Zusammenhänge sind. Und es ist eben so, daß diese Zusammenhänge überall verglichen werden sollten mit dem, was in der Gegenwart für den Fortschritt der Menschheit notwendig ist. Was die Menschen vielfach aus der bisherigen Erziehung und aus den bisherigen Lebensgewohnheiten entnommen haben, möchten sie auf der einen Seite als eine wesenlose abstrakte Erkenntnis gewissermaßen für den Sonntag haben, möchten aber dann dieses ganze übrige Leben fern von dieser Erkenntnis betrachten, nicht daran rühren wollen. Für das, was tieferes Seelenbedürfnis ist, ist der Sonntag auf der Kanzel, für das, was äußeres Menschheitsbedürfnis ist, der Staat, beides wird traditionell hingenommen, ohne daß irgendwie daran gedacht wird, wohin wir kommen müssen, wenn es mit diesem traditionellen Hinnehmen so weitergehen sollte.

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