Dritter Vortrag

GA 204/1921-04-09/p011 ·1921-04-09 · original (original)
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Als man noch hineinschaute in diesen Sprachwerdeprozeß, da fühlte man, wie ich schon sagte, im Erklingen des Wortes etwas, was ein Ausdruck war für ein objektives Geschehen draußen in der Natur. Und damit komme ich auf einen wesentlichen Unterschied: Was die in diesem Sinne alte «Sprachkenner» zu Nennenden als die Weltenseele auffaßten, wurde vorzüglich raumerfüllend gedacht, und der Mensch fühlte sich aus diesem raumerfüllenden Geistig-Seelischen herausgestaltet. Aber das war etwas anderes als dasjenige, worauf man kommt, wenn man weiter rückwärts geht von dem Nus des Anaxagoras. Da kommt man zu etwas, was in die Präexistenz der Menschenseele hineinführt, was nicht bloß damit zu tun hat, daß die Menschenseele in der Gegenwart drinnen mit dem Weltengeist und der Weltenseele webt und west, sondern wir finden hier, daß diese Menschenseele mit dem Weltengeist und der Weltenseele in der Zeit lebt.

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