Dritter Vortrag

GA 204/1921-04-09/p018 ·1921-04-09 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Und so kann man sich vorstellen: Was mit dem Christus in den Menschen Jesus eingezogen ist, das sollte als das weltschöpferische Prinzip aus den Anschauungen der damaligen Zeit heraus bezeichnet werden. Man hatte dafür eine Vorstellung, die Vorstellung, die eben im Logosbegriff erhalten war. Der Logosbegriff war da. Durch den Logosbegriff wollte man begreifen, was mit der Geschichte des Christus Jesus der Welt gegeben war. Der Begriff, der sich aus alten Zeiten herausgebildet und eine ganz besondere Form angenommen hatte, der wurde dazu verwendet, den Ausgangspunkt des Christentums auszudrücken, so daß man also damals höchste Weisheit verwendete, um dieses Mysterium zu durchschauen. Man muß sich ganz in die Zeit hineinversetzen können, aber nicht im Sinne einer äußerlichen Anschauung, sondern im innerlichen Erfassen dessen, wie die Menschen dazumal die Welt anschauten.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/204/1921-04-09/p018.json
Cite: GA 204/1921-04-09/p018 · edition original