Dritter Vortrag

GA 204/1921-04-09/p025 ·1921-04-09 · original (original)
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Ein Theologe, dessen Handwerk es ist, fort und fort von dem Übersinnlichen zu reden, der berühmt geworden ist dadurch, daß er historisch über das Leben des Übersinnlichen in der Menschheitsentwickelung dicke Bücher geschrieben hat, die eine Autorität sind für unzählige Menschen der Gegenwart, auf die es ankommt, ein Theologe der Gegenwart gesteht, daß er für das Übersinnliche kein Organ hat, sondern sich an die «menschliche Erfahrung» halten will! Er redet aber über das Übersinnliche und sagt nicht: Ich will mich an die menschliche sinnliche Erfahrung halten, deshalb negiere ich alle Theologie -, nein, er wird in unserer Zeit ein berühmter Theologe! Haben wir nicht, meine sehr verehrten Anwesenden, nötig, mit wachsamem Auge auf alles das hinzublicken, was eigentlich heute, man möchte sagen, in gewisser Beziehung dekretierend ist in unserer Jugend, was aber zu gleicher Zeit sich erweist als eine innere Unmöglichkeit.

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