Dritter Vortrag

GA 204/1921-04-09/p027 ·1921-04-09 · original (original)
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Das ist es, was ich heute habe veranschaulichen wollen an einem wichtigen Probleme sprachlich-geschichtlicher Forschung. Es ist ja meine Hoffnung, daß, wenn gerade die verehrten Kommilitonen immer mehr und mehr sehen werden, wie gewissenhaft versucht wird, gerade diejenigen Probleme ins Auge zu fassen, die so links liegen gelassen werden von der landläufigen Forschung, daß dann immer mehr und mehr gerade auch in der Jugend ein Sinn dafür aufgeht, daß solche Wege begangen werden müssen. Ich hege diese Hoffnung, und ich weiß auch: Wenn genügend gearbeitet werden wird in der Richtung hin nach der Entwickelung des Enthusiasmus und des Bekenntnisses gegenüber der Wahrheit, dann muß dasjenige, was wir brauchen, damit wir wieder Aufgangskräfte bekommen in der menschlichen Zivilisation, doch erreicht werden. Vielleicht können für eine gewisse Zeit manche Mächte der Finsternis niederdrücken, was angestrebt wird von hier aus. Auf die Dauer werden sie es nicht können, wenn die Wirklichkeit dem Wollen entspricht, wenn wirklich etwas Lichtes enthalten ist in dem, was Anthroposophie will. Denn die Wahrheit hat Wege, welche nur sie auffinden kann, und welche den Mächten der Finsternis doch nicht auffindbar sind. Möchten wir uns doch vereinigen, alt und jung, jung und alt, um uns einen klaren Blick anzueignen für das Auffinden solcher Wahrheitswege!

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Cite: GA 204/1921-04-09/p027 · edition original