{"corpus":"steiner","locus":"GA 205/1921-07-02/p003","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Ich werde heute einiges von dem weiter auszuführen haben, was ich gestern schon angeschlagen habe. Ich erinnere an etwas, das die meisten von Ihnen bereits von mir gehört haben. Wenn der Mensch durch den Tod geht, so bleibt ja der physische Leib in den Erdenkräften zurück; der ätherische Leib löst sich auf in die kosmischen Kräfte hinein und der Mensch findet weiter sein Leben, sein Dasein durch die Gebiete, die da liegen zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Nun sagte ich, daß wir am Menschen selbst die Formkräfte verfolgen können, die von einem Leben in das andere hinüberragen. Wir wissen ja, daß der Mensch im wesentlichen ein dreigliedriges Wesen ist mit drei selbständigen Gliedern. Ich meine zunächst in bezug auf die Formkräfte des physischen Leibes, der physischen Organisation. Wir haben die Nerven-Sinnesorganisation, die natürlich über den ganzen Leib sich ausbreitet, aber wesentlich im Haupte lokalisiert ist, wir haben die rhythmische Organisation, Atmungsrhythmus, Zirkulationsrhythmus und andere Rhythmen; dann haben wir die Stoffwechsel-Gliedmaßenorganisation, die wir als eine zusammenfassen, weil ja das Bewegen des Menschen organisch innig zusammenhängt mit dem Stoffwechsel. Sie wissen ja, jeder Mensch hat ein anders geformtes Haupt. Wenn wir nun diese Kräfte nehmen, die das Haupt des Menschen formen — Sie dürfen natürlich dabei nicht an die physischen Substanzen denken, sondern an die Formkräfte, an dasjenige, was dem Haupte seine Physiognomie, seinen ganzen Charakter, seinen phrenologischen Ausdruck gibt —, wenn wir diese Kräfte nehmen, so sind das die in die Form übergegangenen Kräfte aus dem Gliedmaßen-Stoffwechselorganismus der vorigen Inkarnation. Also wir haben im Haupte, im Kopfe, die metamorphosische Umbildung des Gliedmaßen-Stoffwechselmenschen der vorigen Inkarnation. Und wenn wir wiederum das nehmen, was wir als unsere Gliedmaßen, als unseren Gliedmaßen-Stoffwechselorganismus in dieser Inkarnation haben, so gehen diese Formkräfte eine Metamorphose ein und bilden unser Haupt für die nächste Inkarnation. Also wir können, wenn wir die menschliche Gestaltung verstehen, direkt durch eine entsprechende Ausbildung des metamorphosischen Gedankens gewissermaßen vom heutigen menschlichen Haupte zurückblicken auf die Gliedmaßen-Stoffwechselorganisation der vorigen Inkarnation, und wir können von der jetzigen Gliedmaßen-Stoffwechselorganisation blicken auf die Hauptesorganisation der nächsten Inkarnation.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Psychoanalysis in the Light of Anthroposophy","site_heading":null,"date":"1921-07-02","location":null,"word_count":342,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/205/1921-07-02/p003","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/205/1921-07-02/p003"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/205/1921-07-02/p003","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"also_served_as":{"lectures":["1921-07-02_02"],"note":"The identical text is also served under the loci listed here. They are the SAME witness under different ids, not independent attestations: do not cite two of them as corroborating each other."}}