Psychoanalysis in the Light of Anthroposophy

GA 205/1921-07-02/p004 ·1921-07-02 · original (original)
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Diese Anschauung, die da in unserer Geisteswissenschaft und überhaupt in der Geisteswissenschaft aller Zeiten eine gewisse Rolle spielt, die Wahrheiten von den wiederholten Erdenleben, sie hängen keineswegs in der Luft, sondern wer die menschliche Organisation versteht, kann sie unmittelbar aus dieser menschlichen Organisation auch ablesen. Nur ist ja die heutige wissenschaftliche Richtung so weit als möglich davon entfernt, sich überhaupt auf solch eine Untersuchung, wie sie hier notwendig wäre, beim Menschen einzulassen. Man kann natürlich, wenn man durch bloße äußerliche Anatomie und Physiologie den Menschen studiert, unmöglich zu einer andern als zu der törichten Anschauung kommen, daß man die Leber ebenso untersuchen kann wie die Lunge. Man legt auf den Seziertisch die Leber neben die Lunge und betrachtet diese als gleichwertiges Organ, die in gleicher Weise aus Zellen bestehe und so weiter. Da kann man überhaupt nichts herausbekommen über diese Dinge, und zwei Organsysteme, die so voneinander verschieden sind wie Lunge und Leber, die kann man nicht bloß auf ihre Konfiguration aus Zellen heraus so äußerlich studieren, wie das notwendigerweise nach den heutigen Anschauungen geschehen muß.

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