Psychoanalysis in the Light of Anthroposophy

GA 205/1921-07-02/p026 ·1921-07-02 · original (original)
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Wir atmen, nicht wahr, und ich habe Ihnen das letzte Mal die Atemzüge ausgerechnet für vierundzwanzig Stunden. Rechnen wir achtzehn Atemzüge auf die Minute, so haben wir in der Stunde sechzig mal achtzehn, und in vierundzwanzig Stunden 25920 Atemzüge in Tag und Nacht. Wenn Sie nun einen andern Rhythmus im Menschen nehmen, so ist es der Rhythmus von Tag und Nacht selber. Am Morgen beim Aufwachen saugen Sie in Ihren physischen Leib und Ätherleib hinein den Astralleib und das Ich. Es ist auch ein Atmen. Sie atmen morgens herein, und Sie atmen am Abend beim Einschlafen den astralischen Leib und das Ich wieder aus, also ein Atemzug in vierundzwanzig Stunden, in einem Tag. Das sind dreihundertfünfundsechzig solche Atemzüge im Jahr. Und nehmen Sie das Durchschnittsalter eines Menschen, zweiundsiebzig Jahre, so haben Sie ungefähr dieselbe Zahl; würde ich nicht zweiundsiebzig genommen haben, sondern etwas darunter, so würde ich dieselbe Zahl bekommen haben. Das heißt, wenn Sie das gesamte irdische Leben des Menschen nehmen und Sie sehen in einem Tag im Einschlafen und Aufwachen einen Atemzug, so haben Sie in einem Leben auch so viel solches Ein- und Ausatmen des astralischen Leibes und des Ich, wie Sie in vierundzwanzig Stunden Atemzüge haben. Sie machen während eines Lebens auch so viel solche Atemzüge, die im Ausatmen und Einatmen des Ich und des astralischen Leibes bestehen. Diese Rhythmen entsprechen sich durchaus, und wir sehen, wie da der Mensch in die Welt eingefügt ist. Das Leben des Tages, Sonnenauf- und -untergang, also das einmalige Herumgehen entspricht einem inneren Sonnenauf- und -untergang, der von der Geburt bis zum Tode dauert.

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Cite: GA 205/1921-07-02/p026 · edition original