Achter Vortrag

GA 205/1921-07-08/p003 ·1921-07-08 · original (original)
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Wir wollen heute zur Vorbereitung für die beiden nächsten Betrachtungen uns vor die Seele rufen einiges über das Wesen des Menschen, insofern der Mensch ein Gedankenwesen ist. Gerade diese Eigenschaft des Menschen, daß er ein Gedankenwesen ist, die wird ja wissenschaftlich heute verkannt, in einer ganz falschen Weise gedeutet. Man denkt, Gedanken, wie sie der Mensch erlebt, kommen in dem Menschen zustande, der Mensch sei gewissermaßen der Träger der Gedanken. Kein Wunder, daß man diese Anschauung hat, denn eigentlich ist ja die Wesenheit des Menschen nur einer feineren Beobachtung zugänglich. Der gröberen Beobachtung entzieht sich gerade diese Menschenwesenheit.

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