Achter Vortrag
Gewöhnlich läßt man sich doch eigentlich nicht auf etwas anderes ein, wenn von Träumen die Rede ist, als auf eine allgemeine Charakteristik des Träumens. Man vergleicht den Zustand des Träumens mit dem Zustand des wachen Denkens und findet, daß im Träumen willkürliche Gedankenverbindungen, wie man etwa sagen würde, vorhanden sind, daß Bilder sich aneinanderreihen, ohne daß in dieser Aneinanderreihung ein solcher Zusammenhang wahrnehmbar wäre, wie er wahrnehmbar ist in der äußeren Seinswelt. Oder auch man bezieht dann dasjenige, was im Traum abläuft, auf die äußere Sinneswelt, sieht, wie es gewissermaßen herausragt, wie es nach Anfang und Ende sich nicht eingliedert in die Vorgänge der äußeren Sinneswelt.
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GA 205/1921-07-08/p005 · edition original