Achter Vortrag
Wo sind wir denn dann? Diese Frage muß man sich zunächst aufwerfen. Wir sind mit unserem Ich und mit unserem astralischen Leib außerhalb unseres physischen und unseres Ätherleibes. Eine einfache Erwägung, der man gar nicht entkommen kann, wenn man sich nur unbefangen dem Leben hingibt, muß uns sagen: In demjenigen, was uns erscheint, wenn wir die Sinne auf die Außenwelt richten, als der Sinnesschleier der Welt, als alles das, was Sinnesqualitäten uns darbieten, in dem sind wir, wenn wir außerhalb unser sind. Nur erlischt dann eben für das gewöhnliche Leben das Bewußtsein. Und wir fühlen, warum da das Bewußtsein erlischt, wenn wir eben des Morgens aus diesem Zustande aufwachen. Wir fühlen uns in unserem Leibe dann schwach, zu schwach, um darinnen festzuhalten, was wir erlebt haben vom Einschlafen bis zum Aufwachen. Es können unser Ich und unser astralischer Leib, indem sie in den physischen und in den Ätherleib untertauchen, nicht festhalten dasjenige, was sie da erlebt haben. Und indem sie dann teilnehmen an den Erlebnissen, die durch den Leib gemacht werden, löscht sich für sie aus, was vom Einschlafen bis zum Aufwachen erlebt wird. Und wie gesagt, nur wenn wir Einfälle haben, die sich auf die äußere Welt beziehen, oder auch wenn wir sittliche Intuitionen haben, dann erleben wir so etwas wie das, was uns bei einer unmittelbaren Betrachtung erscheinen muß als dasjenige, worin wir leben zwischen dem Einschlafen und Aufwachen.
Cite:
GA 205/1921-07-08/p013 · edition original