Achter Vortrag
Wenn wir die Sache so ansehen, dann bekommen wir einen sehr deutlichen Gegensatz zwischen unserem Inneren und der äußeren Welt. Dann wirft uns das auch in gewissem Sinne ein Licht auf die Aussage, die wir oftmals machen, daß die äußere Welt, so wie sie sich uns vom Aufwachen bis zum Einschlafen darbietet, eine Art Täuschung, eine Art Maja ist. Denn in dieser Welt, die da ihre Außenseite uns zeigt, stecken wir darinnen, wenn wir nicht in unserem Leibe, sondern wenn wir außerhalb unseres Leibes sind. Dann tauchen wir unter in die Welt, die wir sonst nur durch unsere Sinnesoffenbarung wahrnehmen. So daß wir uns sagen müssen: Diese Welt, die wir da durch unsere Sinnesoffenbarung wahrnehmen, die hat Untergründe, Untergründe, die eigentlich ihre Ursachen, ihre Wesenheiten enthalten. Und diese Ursachen und diese Wesenheiten unmittelbar wahrzunehmen, sind wir im gewöhnlichen Bewußtsein zu schwach.
Cite:
GA 205/1921-07-08/p014 · edition original