{"corpus":"steiner","locus":"GA 205/1921-07-08/p015","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Dennoch ergibt schon ein unbefangenes Beobachten etwas, was weit hineinreicht in die Regionen, die beschrieben sind in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?»; ein unbefangenes Beobachten ergibt schon dasjenige, was ich schematisch etwa in der folgenden Weise darstellen kann. Wenn ich das gewöhnliche Gedankenleben darstellen will, so geschieht es dadurch, daß ich es umfassen lasse all das, was der Mensch innerlich-gedanklich durchlebt vom Aufwachen bis zum Einschlafen in Anlehnung an die äußeren Wahrnehmungen oder auch in Anlehnung an seine physischen Schmerzen, physischen Lustgefühle und so weiter. Was also im gewöhnlichen Bewußtsein da gedanklich erlebt wird, das möchte ich zunächst schematisch etwa so darstellen (siehe Zeichnung, weiß). Unter diesem also, wie ein wachendes Träumen, webt und lebt, nicht den Gesetzen der Logik unterworfen, dasjenige, was ich zuerst dargestellt habe (rot unten). Dagegen, wenn wir zwischen dem Einschlafen und Aufwachen in die Außenwelt übergehen, leben wir, wie wir in Reminiszenz nach dem Aufwachen wahrnehmen können, wiederum in einer Welt des Gedankens, aber der Gedanken, die uns aufnehmen, die nicht in uns sind, aus denen wir herauskommen beim Aufwachen (rot außen). So daß wir gewissermaßen durch unser gewöhnliches Denken zwei Gedankenwelten voneinander geschieden haben: eine innere Gedankenwelt und eine äußere Gedankenwelt, eine Gedankenwelt, die den Kosmos, der uns aufnimmt beim Einschlafen, erfüllt. Wir können die letztere Gedankenwelt eben die kosmische Gedankenwelt nennen. Die erstere ist irgendeine Gedankenwelt; wir wollen noch näher auf sie eingehen im Laufe dieser Tage.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Achter Vortrag","site_heading":null,"date":"1921-07-08","location":null,"word_count":236,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/205/1921-07-08/p015","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/205/1921-07-08/p015"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/205/1921-07-08/p015","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}