Achter Vortrag

GA 205/1921-07-08/p023 ·1921-07-08 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Was schläft da? Das, was da unten schläft, was aus dem äußeren Kosmos in uns hineingebaut ist, das ist genauso etwas Schlafendes, wie draußen die Mineralien und Pflanzen schlafend sind für uns. Das heißt: Wir dringen nicht von außen in sie ein, sehen nicht hinunter in das, was für uns kosmisch ist. Wir weben und leben in diesem Kosmischen vom Einschlafen bis zum Aufwachen. Und in demselben Maße, wie wir die äußere Welt durchschauen, leben wir uns in unsere eigene Organisation ein. In demselben Maße hören wir auf, bloß Erinnerungsreminiszenzen zu haben, wie wir sie aus den Ereignissen des Lebens schälen, sondern wir bekommen Vorstellungen von Kräften, die unsere Organe die Lunge, die Leber, den Magen und so weiter — konstituieren, auferbauen. In demselben Maße, wie wir lernen, die äußere Welt zu durchschauen, lernen wir unser Stück Kosmos zu durchschauen, das wir eingegliedert haben, in dem wir sind, das in unserer Haut ist, ohne daß wir im gewöhnlichen Bewußtsein etwas davon wissen.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/205/1921-07-08/p023.json
Cite: GA 205/1921-07-08/p023 · edition original