Achter Vortrag
Was nehmen wir uns denn des Morgens beim Aufwachen aus diesem Kosmos mit? Dasjenige, was wir uns mitnehmen, das erlebt sich für den unbefangenen Beobachter sehr deutlich als Wille. Und im Grunde genommen unterscheidet sich das wache Denkleben von dem, was da unten träumend im Unterbewußtsein strömt, auch eben durch nichts anderes, als daß es vom Willen durchströmt wird. Der Wille ist es, der Logik hineinbringt, und die Logik ist im Grunde genommen nicht eigentlich eine Denklehre, sondern die Logik ist eine Lehre davon, wie der Wille die Gedankenbilder ordnet und bändigt und sie in eine gewisse äußere Ordnung bringt, die dann dem äußeren Weltenverlauf entspricht.
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GA 205/1921-07-08/p024 · edition original