Neunter Vortrag

GA 205/1921-07-09/p023 ·1921-07-09 · original (original)
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Nun sieht man, wenn man auf den Blutrhythmus sieht, gewissermaßen mehr auf das Körperliche, wenn man mehr auf den Atmungsrhythmus sieht, sieht man auf das Seelische. Der Atmungsrhythmus ist mit dem Seelischen viel mehr verwandt als der Blutrhythmus. Der Atmungsrhythmus öffnet sich auch nach außen, wie sich die Logik, das logische Denken nach außen öffnet. Nun, auf Unregelmäßigkeiten dieser Rhythmen beruhen Unregelmäßigkeiten des menschlichen Lebens. Sie können sich ja denken, wenn wirklich ein solches Verhältnis des Rhythmus vier zu eins besteht oder eins zu vier, dann muß es etwas bedeuten, wenn, sagen wir, der Atmungsrhythmus zu lang oder der Pulsrhythmus zu kurz wird. Und dennoch kann das beim Menschen der Fall sein. Es kann sogar in einer sehr unbedeutenden Weise der Fall sein; dann äußert es sich gleich.

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Cite: GA 205/1921-07-09/p023 · edition original