Vierter Vortrag
Wir werden heute nun, damit wir morgen dem Ganzen eine Art von Abschluß geben können, etwas die menschliche Umgebung betrachten, um zu zeigen, wie der Mensch nun eigentlich in der Welt drinnensteht. Wir haben uns gestern bemüht, das menschliche Seelenleben selber objektiv zu betrachten, haben also gefunden, daß das Denken sich entwickelt in derjenigen Region, welche ja eben diese objektive Gedankenregion ist zwischen dem physischen Leib und dem Ätherleib; daß dann das Fühlen sich entwickelt zwischen dem Ätherleib und dem Astralleib, und daß das Wollen sich entwickelt zwischen dem Astralleib und dem Ich. So daß also - ich sagte schon gestern, der Ausdruck ist ungeeignet, aber er ist doch verständlich — gewissermaßen in den Zwischenräumen, die wir annehmen müssen zwischen den vier Gliedern der menschlichen Natur, zwischen physischem Leib, Ätherleib, astralischem Leib und Ich, diese eigentliche seelische Betätigung sich entwickelt. Wollen wir sie objektiv anschauen, dann sind sie Wechseltätigkeiten zwischen den Gliedern der menschlichen Wesenheit.
Cite:
GA 207/1921-10-01/p004 · edition original