Vierter Vortrag

GA 207/1921-10-01/p006 ·1921-10-01 · original (original)
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Nun wollen wir heute etwas die menschliche Umgebung anschauen. Vergegenwärtigen wir uns da so recht, wie der Mensch in einem ganz lebendigen Traumleben ist, wie der Mensch Bilder durch das Traumleben schweifend hat. Ich habe nun gestern gesagt: Es kann das imaginative Bewußtsein wahrnehmen, wie diese Bilder in die Organisation hinuntergehen und wie das in diesen Bildern Wirkende unsere Gefühle zustande bringt. Unsere Gefühle sind also das, was eigentlich ergriffen würde, wenn man tiefer in das Innere des Menschen hineinschauen würde, für die Anschauung in Traumbildern. Gefühle sind die Wellen, die aus dem Tagestraumleben in unser Bewußtsein heraufschießen. Wir träumen, sagte ich gestern, unter der Oberfläche des Vorstellungslebens fortwährend fort, und dieses Traumleben, das lebt sich aus in den Gefühlen.

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Cite: GA 207/1921-10-01/p006 · edition original