Vierter Vortrag
So können wir uns eine Vorstellung machen von dem, was hinter unserer Welt ist. Unsere nächste Erkenntnis ist die imaginative, und das nächste Wesenhafte, das in unserer Umgebung ist, ist das Sich-Imaginierende, das sich in lebendigen Bildern Auslebende. Und unserer eigenen Organisation liegt ein solches sich in lebendigen Bildern Auslebendes zugrunde. Wir sind unserem Ätherleib nach durchaus aus dem Kosmos herausgebildet, herausgestaltet. Wie wir also, indem wir in das Reich hinuntergehen, das unter uns liegt, unser Bewußtsein, wie wir es im Traume haben, dem Tiere zuzuschreiben haben, so haben wir, indem wir über uns hinaufgehen, das, was wir dann subjektiv erhalten in der Imagination. Was wir innerlich ausbilden als ein Gewebe von Imaginationen, das haben wir äußerlich vorhanden, das schauen wir gewissermaßen von außen an. Wir imaginieren nach innen. Die nächsten Wesen über dem Menschen imaginieren sich nach außen, offenbaren sich durch die nach außen getriebene Imagination, und wir selbst sind aus dieser Welt herausgegliedert durch eine solche nach außen getriebene Imagination. So daß unserer Welt tatsächlich ein Gedankenweben, ein Bildgedankenweben zugrunde liegt, daß wir finden, indem wir die geistige Welt suchen, ein Bildgedankenweben.
Cite:
GA 207/1921-10-01/p017 · edition original