Vierter Vortrag

GA 207/1921-10-01/p026 ·1921-10-01 · original (original)
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Da ist das Gedankenhafte in seiner Sehnsucht, Welt zu werden, gewissermaßen bis ans Ende gekommen. Es hat sich eingegliedert in den ganzen Kosmos. Die Sehnsucht Welt zu werden, ist erreicht, und es findet eine Umkehr statt. In der Mitte zwischen dem Tod und einer neuen Geburt verwandelt sich diese Sehnsucht der Gedanken, Welt zu werden, langsam in die Sehnsucht, wiederum Mensch zu werden, wiederum sich so zu verweben, wie das dann wird, wenn es eben unser Gedankengewebe wird, das wir beim Aufwachen gegen den Leib hin wahrnehmen können. So daß wir sagen können - ich nenne ja das, was da in der Mitte zwischen dem Tod und einer neuen Geburt liegt, wie Sie aus meinen Mysteriendramen wissen, die Mitternachtsstunde des Daseins -, daß wir in dieser Mitternachtsstunde des Daseins eine rhythmische Umkehrung haben von der Gedankensehnsucht unseres Wesens, Welt zu werden, nachdem sie erfüllt ist, in die Sehnsucht, wiederum Mensch zu werden, nach und nach herunterzusteigen, um wiederum Mensch zu werden.

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Cite: GA 207/1921-10-01/p026 · edition original