Dreizehnter Vortrag

GA 208/1921-10-22_02/p005 ·1921-10-22 · original (original)
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Wir sinken in unserem irdischen Schlafzustand ja zu einer Art von Pflanzendasein herab. Wir steigen zwischen dem Tod und einer neuen Geburt hinauf in den überbewußten Zustand zu einer Art Erzengelbewußtsein, zu einem Bewußtsein, das über dem unsrigen liegt. Ich sagte, wir haben, wenn wir in unserem Normalzustande sind, gewissermaßen hinter uns die Hierarchien der höheren geistigen Wesenheiten. In diesem überbewußten Zustande bewegen wir uns förmlich zu ihnen zurück. Wir leben dann in ihnen. Wir erfahren von ihnen mehr, als wir sonst als Menschen wissen könnten. Wenn wir zwischen dem Tod und einer neuen Geburt nur das erleben würden, was wir gewissermaßen mit unserem Ich, das uns so nachstrahlt, das aber doch zu uns gehört, erleben - wir würden nicht in der Weise, wie ich es geschildert habe, all die Vorgänge erleben können, die notwendig sind zu erleben, um unseren Organismus in einem neuen Erdendasein wiederum aufzubauen. Das können wir nur dadurch, daß wir diese normalen Bewußtseinszustände abwechselnd haben mit dem Hereindringen von Wissenszuständen der Archangeloi in unser Menschenwesen, sogar der Archai, und diese kommen dann auch gewissermaßen wie Erinnerungen in das normale Bewußtsein herein, so wie die Träume hier aus dem Unterbewußtsein in unser Bewußtsein hereinkommen. Wir leben also zwischen dem Tod und einer neuen Geburt so, daß-wir das gestern beschriebene Bewußtsein haben, aber dazwischen immer überbewußte Zustände, in denen wir auch ein übermenschliches Wissen erlangen, das uns erst die Möglichkeit gibt, wirklich in der Weise unser eigenes Dasein dann im nächsten Erdenleben aufzubauen, wie das eben notwendig ist.

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