Dreizehnter Vortrag

GA 208/1921-10-22_02/p020 ·1921-10-22 · original (original)
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Viel mehr als man meint, ist der Mensch nun selber ein Ergebnis seiner Sprache, wie er auf der anderen Seite ein Ergebnis ist seiner Gedankenwelt. Unsere Form haben wir ganz und gar von der Außenwelt, und wir gießen wiederum Form in die Außenwelt mit unserem Willen hinein. Das, was unser Leben ist, das stammt aus derselben Region, aus der unsere Gedanken stammen. Darinnen leben die Archai. Was sich in unserer Sprache ausdrückt, wodurch wir einem Volke angehören, darinnen drücken sich alle jene physischen Eigenschaften aus, die uns nun schon in einem viel stärkeren Maße als Menschen beschränken, als das beim Gedankenelemente der Fall ist. Die Gedanken haben die Menschen gleich, die Sprache haben sie verschieden. Die Menschen differenzieren sich in der Sprache; aber sie haben immerhin in der Sprache etwas gegeben — der Mensch gehört ja einem kleinen oder einem großen Volke an —, was sie mit vielen Menschen gemeinsam haben.

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