Dreizehnter Vortrag

GA 208/1921-10-22_02/p026 ·1921-10-22 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Wir sind durchaus, wenn wir träumen, außer uns, aber wir gehen nur geistig aus uns heraus. Wir gehen in der Willenshandlung zwar nicht physisch aus uns heraus, aber wir bringen unseren physischen Leib in Bewegung, und auf diesen Willensimpulsen beruht eigentlich das Ich. So daß wir sagen können: In der Willenshandlung lebt — nun, es lebt eben der Wille in der Willenshandlung, und der Wille, der gräbt sich gewissermaßen in die Außenwelt ein. Wir sind hinuntergelangt bis zur physischen Welt. Wir entwickeln uns eigentlich in der physischen Welt selbständig nur in unseren Willenshandlungen. Nur in demjenigen, was uns dann im Tode verbleibt als das, was ich gestern als die Summe aller unserer Aktionen aufgezeichnet habe, da lebt unser Ich, auf das wir dann zurückschauen. Aber in allem anderen, in Phantasie und Träumen, in der Sprachwelt, in der Gedankenwelt, im Sinnesinhalte leben eigentlich höhere Geistigkeiten, die uns als Menschen fortwährend durchsetzen.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/208/1921-10-22_02/p026.json
Cite: GA 208/1921-10-22_02/p026 · edition original