Dreizehnter Vortrag
Sie sehen, der Mensch wird, wenn man die Sache so betrachtet, mit seinem ganzen Dasein an ein materielles und an ein geistiges Universum angeknüpft. Wir sagen uns: Im Erkennen, im gewöhnlichen bewußten Erleben machen wir die Außenwelt zu einer Innenwelt. Von einem gewissen Gesichtspunkte aus habe ich Ihnen gestern gesagt: Wenn der Mensch durch die Pforte des Todes geht, so wird das Innere Äußeres, das Äußere wird Inneres. Nun habe ich Ihnen heute einen anderen Gesichtspunkt vorgebracht, aus dem Sie ersehen können, wie das, was vor der Geburt beziehungsweise vor der Konzeption liegt, so zu behandeln ist, daß wir unser körperliches Inneres in der Außenwelt suchen müssen, in seinen vorbereitenden Prozessen in dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt: Das Äußere wird Inneres. Das, was wir gewissermaßen in Ausbreitung im ganzen Universum erleben, das wird tief unbewußtes Erlebnis in unseren Organen.
Cite:
GA 208/1921-10-22_02/p035 · edition original