Vierzehnter Vortrag

GA 208/1921-10-23/p006 ·1921-10-23 · original (original)
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Solch einen Charakter hatte eben die Erkenntnis in jener älteren Zeit auch, wo aber der Mensch durch diese bildhafte Erkenntnis durchaus deuten konnte — in dem Sinne, wie ich das gestern auseinandergesetzt habe - sein eigenes physisches Innere. Wir haben ja gestern darauf aufmerksam gemacht, wie der Mensch heute seine Umgebung aufnimmt, wie er sie dann als Vorstellung bewahrt, wie das dann sein Inneres ist, und er aus diesem Inneren heraus gewissermaßen ein Bild seiner Welt zwischen der Geburt und dem jetzigen Augenblicke repräsentieren kann. So repräsentiert dasjenige, was wir als Organe, als Gehirn, Lunge, Leber in uns tragen, den ganzen Weltinhalt. So wie man aus einer Erinnerungsvorstellung einen Vorgang deuten kann, den man erlebt hat, so wie man also als Vorstellung diesen Vorgang in sich trägt, so trägt man in seinen inneren Organen, in Lunge, Herz und so weiter die ganze Welt in sich. Und die alte Weisheit hat darinnen bestanden, daß man diese einzelnen Organe gedeutet hat, daß man sie bezogen hat auf den ganzen Weltinhalt.

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