Vierzehnter Vortrag

GA 208/1921-10-23/p009 ·1921-10-23 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Aber dieses Engelwesen war auch kein solches, wie wir es in diesen verflossenen Tagen jetzt hier von dem normalen Engelwesen, das den Menschen begleitet durch die verschiedenen Erdenleben hindurch, angenommen haben, sondern dieses Engelwesen hatte einen luziferischen Charakter. Es war gewissermaßen mit seinem ganzen Wesen, mit seiner ganzen Gesinnung zurückgeblieben auf einer früheren Stufe der Entwickelung, auf der Stufe der Mondenentwickelung. So daß man sagen kann: Wesenheiten, die während der Mondenentwickelung eigentlich ihre normale Menschheitsstufe hätten durchmachen sollen, luziferische Wesenheiten beseelten oder durchseelten den Menschen für die ältere Weisheit, und der Mensch nahm an dem, was dieses Engelwesen in ihm erlebte, teil. Es war das, was da der Mensch als eine solche Weisheit bekam, eine außerordentlich hohe Erkenntnis. Es war diejenige Erkenntnis, die eben als eine sehr vollendete während der Mondenentwickelung dem Engelwesen zuteil geworden war, aber es war eben keine Erkenntnis, die eigentlich für den Menschen so geeignet war, daß er auf der Erde etwas damit anzufangen wußte. Auf der Erde benahm sich der Mensch mehr oder weniger instinktiv, ich möchte sagen, wie ein höheres Tier benahm er sich. Und dann leuchtete aber in dieses gleichsam noch höhere Tierwesen diese hohe Weisheit herein, diese hohe Weisheit, die abdämmerte, als das 8. vorchristliche Jahrhundert heraufzog.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/208/1921-10-23/p009.json
Cite: GA 208/1921-10-23/p009 · edition original