Vierzehnter Vortrag

GA 208/1921-10-23/p016 ·1921-10-23 · original (original)
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Man konnte doch nicht das, was sich für die Sinne ringsherum ausbreitete, mit dem Verstande gleich erfassen. Man suchte das Traditionelle mit dem Verstande zu erfassen. Dadurch aber gewann das, was früher ein innerlich belebendes luziferisches Element war, einen sogar äußerlichen ahrimanischen Charakter. Das ist aber die Maske. In Wahrheit ist es ein luziferisches Element, das sich durch Tradition fortpflanzt. Und was wir von der Zeit des römischen Kaisertums an durch die folgenden Jahrhunderte an Romanismus sich fortpflanzen sehen, was dann sehr stark durchtränkt wird vom germanischen Elemente, was sich aber doch bewahrt in der Tradition, das ist ein im wesentlichen luziferisches Element. Das luziferische Element wirkt weiter. Es wird natürlich dadurch, daß es herunterströmt bis in das Gedankenwesen, seines ursprünglichen Charakters entkleidet. Es geht in Gedankenform auf. In der lateinischen Sprache lebt, ich möchte sagen, auf ahrimanische Art ein luziferisches Element weiter.

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