Vierzehnter Vortrag

GA 208/1921-10-23/p028 ·1921-10-23 · original (original)
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Das einzige nun, was möglich ist hineinzubringen in das, was seit der Renaissancezeit heraufgezogen ist, ist die Christus-Auffassung. Was in der neueren Zeit als materialistische Wissenschaft, als industrielle Technik heraufgezogen ist, ist durchaus ahrimanischer Natur, würde, wenn es sich verbreiten könnte ohne Christus-Auffassung, den Menschen an die Erde fesseln. Der Mensch würde nicht hinaufkommen zum Jupiterdasein. Bringen wir aber die Christus- Auffassung, bringen wir ein neues geistiges Leben, bringen wir neuerdings Imagination, Inspiration, Intuition in dasjenige, was nur Erkenntnis der äußeren Welt ist, dann erlösen wir das ahrimanische Wesen. Wie diese Erlösung bildhaft vorgestellt werden kann, ich habe es ja in meinen Mysteriendramen von den mannigfaltigsten Seiten aus dargestellt. Aber es würde ein Überwinden des Menschen durch Ahriman sein, wenn die Christus-Auffassung nicht als eine wirklich durchgeistigte Auffassung, enttheologisiert, sich weiter gestalten könnte. Die materialistische Wissenschaft, der äußere industrielle Mechanismus würden den Menschen dem Erdentod überliefern, das heißt, eine ganz andere Welt zimmern, in der der Mensch mehr oder weniger wie ein Petrifikat fortleben würde zur Erbauung der ahrimanischen Wesenheiten, wenn nicht die Christus-Auffassung das moderne materialistische, das moderne mechanische Wesen wiederum in geistiger Art durchziehen würde.

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Cite: GA 208/1921-10-23/p028 · edition original