{"corpus":"steiner","locus":"GA 208/1921-10-23/p029","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wir können also sagen: Luzifer hat seine Hand im Spiele bei allem traditionell Theologischen, bei allem ins Manierhafte, Steife ausartenden Künstlerischen, bei allem Renaissanceartigen; während Ahriman seine Hand im Spiele hat bei allem, was nur äußerliche geistlose Naturwissenschaft ist, die in der Natur nicht den Geist entdecken kann, und bei allem, was äußerlicher Mechanismus im menschlichen Tun ist. Die luziferischen Engelwesen, die sich aus dem traditionellen Leben durchaus auch jetzt noch gerettet haben bis in die Gegenwart, sie haben alles Interesse daran, den Menschen eigentlich abzuhalten vom Tun. Sie möchten den Menschen wenigstens beim inneren Seelenleben erhalten. Der Mensch ist eine Persönlichkeit geworden. Aber diese Engelwesen möchten den Menschen nicht ausströmen lassen in seinen Taten in das Erlebnis, in die Offenbarung seiner Willensimpulse. Sie möchten ihn in innerlicher Beschaulichkeit erhalten. Sie verführen ihn zur Mystik, sie verführen ihn zur falschen Theosophie. Sie verführen ihn dazu, ein bloß innerliches beschauliches Leben zu führen, zu betrachten, statt zu handeln. Sie machen ihn zu einem Sinnierer, der am liebsten den ganzen Tag sitzen möchte und spinnen möchte über allerlei Welträtselfragen, der aber das, was in seinem Geiste lebt, nicht übertragen möchte in die äußere Wirklichkeit. Sie möchten durch rein äußere Beobachtung entstehen lassen, was äußere Wissenschaft ist. Sie lassen gut entstehen solch eine Wissenschaft wie die des Paters Secch:, der ein ausgezeichneter Astrophysiker war, deshalb, weil er beobachten konnte mit Mikroskop und Teleskop, weil er das verzeichnen konnte, und nur daneben etwas hatte, was damit gar nicht zusammenhing: das, was ihm eingegeben war von luziferischen Wesen als eine hohe überirdisch-übermenschliche Weisheit. Indem die luziferischen Wesen diese übermenschlich-überirdische Weisheit pflegen, entreißen sie das Seelisch-Geistige des Menschen dem Erdendasein. Dann verfällt einfach das, was noch so hohe äußere materialistische Wissenschaft ist; das verfällt, das hat keinen inneren Bestand. Es ist ja nicht von realer Geistigkeit durchzogen. Das interessiert sie nicht weiter.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Vierzehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1921-10-23","location":null,"word_count":306,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/208/1921-10-23/p029","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/208/1921-10-23/p029"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/208/1921-10-23/p029","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"authorship":{"kind":"dialogue","is_steiner":false,"speaker":"Wir können also sagen","note":"A labelled turn in a transcript, spoken by Wir können also sagen — NOT Rudolf Steiner. Verbatim, but do not attribute it to him."},"attribution_warning":"A labelled turn in a transcript, spoken by Wir können also sagen — NOT Rudolf Steiner. Verbatim, but do not attribute it to him."}