{"corpus":"steiner","locus":"GA 208/1921-10-23/p032","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Der Mensch steht eigentlich in der Gegenwart ganz in diesem Kampfe drinnen. Nur wenn er sich wirklich besinnt auf das, was ihm die echte Christus-Gabe sein kann: eine der heutigen Zeit angemessene anthroposophische Geist-Erkenntnis und Geistesanschauung, wenn er sich darauf besinnt, findet er den Weg durch Innehalten der Gleichgewichtslage zwischen dem Luziferischen und dem Ahrimanischen. Er muß sozusagen mit dem Ahrimanischen kämpfen, denn er würde ja sonst dem Luziferischen verfallen müssen. Er darf aber nicht, ohne wachsam zu sein, sich den Strömen Ahrimans hingeben, denn dadurch würde er in eine vollständig mechanische Weltenordnung hineinfallen. Die luziferischen Wesen möchten den Menschen von jeglichem Tun abhalten, ihn zum Sinnierer, zum Mystiker machen, der nach und nach nichts mehr übrig hat für das Erdendasein und deshalb auch dem Erdendasein entzogen werden kann. Die ahrimanischen Wesenheiten möchten den Menschen ganz beim Erdendasein erhalten. Daher möchten sie alles mechanisieren, das heißt, hinunterdrücken ins Mineralreich. Sie würden dadurch die Erde in ihrem Sinne umgestalten, sie nicht hinüberkommen lassen zu dem Jupiterdasein. Sie haben allerdings das Bestreben, dem Menschen nicht das Tun zu rauben, ihn vielmehr so stark tun, wirken, handeln zu lassen, als der Mensch nur kann, aber es soll alles schablonenmäßig verlaufen, es soll alles programmmäßig verlaufen. Ahriman ist der große Enthusiast für alles Programmäßige. Er ist der Inspirator für das ewige Statutenmachen. Wenn Ahriman irgendwo in einem Komitee sieht, wie da Statuten gemacht werden, dann ist er in seinem eigentlichen Elemente: Erstens, zweitens, drittens —, erstens soll das geschehen, zweitens soll das geschehen, drittens hat dieses Mitglied diese Rechte, viertens sollte jenes Mitglied das oder jenes tun. Natürlich fällt es dann dem Mitglied nicht ein, diese Rechte zu respektieren, oder das, was dasteht, irgendwie zu tun. Aber darauf kommt es nicht an zunächst. Wenn die Statuten abgefaßt sind, da kommt es darauf an, den ahrimanischen Geist zu pflegen. Man kann dann hinweisen auf Paragraph soundsoviel.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Vierzehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1921-10-23","location":null,"word_count":311,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/208/1921-10-23/p032","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/208/1921-10-23/p032"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/208/1921-10-23/p032","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}