Achtzehnter Vortrag
Die Form des Menschen, sie ist zwar abhängig von dem ganzen Fixsternhimmel, sie tritt uns aber äußerlich sichtbarlich entgegen. Die Lebensstufen sind abhängig von der Planetensphäre. Sie können wir nicht unmittelbar mit dem gewöhnlichen Bewußtsein erblicken. Diese Lebensstufen erblicken wir, indem sie in den Formverhältnissen sich ausdrücken. Tief im Inneren des Menschen ruht das Seelische. Wir entdecken es, wenn wir die geheimnisvollen Zusammenhänge zwischen des Menschen Nerven-Sinnestätigkeit und dem Seelischen ins Auge fassen, wenn wir die Drüsentätigkeit ins Auge fassen im Verhältnis zum Fühlen und zu alledem, was auf der rhythmischen Tätigkeit beruht. Wir sahen dann, wie zusammenhängt das Seelische mit dem Stoffwechsel-Gliedmaßensystem. Aber dieses Seelische wird durchdrungen an dem einen Pol des Lebens von dem Geistigen, kann aber von ihm nur Bildhaftes erfassen und drängt hinunter die Imagination, Inspiration und Intuition in das Leiblich-Physische. Dann, wenn so der Geist sich in die Seele ergießt, lebt er in der Seele als das Intimste, das der Mensch hat.
Cite:
GA 208/1921-11-04/p027 · edition original