Einundzwanzigster Vortrag
Nun, wenn wir das Menschenleben verfolgen vom Morgen bis zum Abend, also während seines wachen Zustandes, dann haben wir das Ich und den astralischen Leib arbeitend, willensmäßig, gefühlsmäßig arbeitend innerhalb des physischen und des ätherischen Leibes. Und wenn wir alles zusammenfassen, was als seelische Erlebnisse auftritt in diesem wachenden Zustande, so haben wir zunächst die Welt unserer Sinneswahrnehmungen, die an den physischen Leib gebunden sind. Wir haben dann dasjenige, was von uns als eine Folge unserer Sinneswahrnehmung erlebt wird; wir haben unsere Gedanken, unsere Vorstellungswelt. Und wir wissen ja ganz gut, daß diese Vorstellungswelt, so wie sie uns im wachenden Zustand entgegentritt, durchaus von dem Willensmäßigen und dem Gefühlsmäßigen durchzogen ist.
Cite:
GA 208/1921-11-12/p006 · edition original