Einundzwanzigster Vortrag
Wenn wir zunächst auf das Ich sehen, es ist willensmäßig. Dieses willensmäßige Ich, das seine ganze Struktur, seine ganze Konstitution vom Aufwachen bis zum Einschlafen im physischen und Ätherleib ausgebildet hat, das tritt mit dem Einschlafen vor die Wesenheiten der geistigen Welt. Wenn wir hier als Menschen in der physischen Welt herumgehen, nehmen wir durch unsere Tastorgane die festen Körper wahr. Wir sehen die Farben, wir nehmen wahr. Wir treten mit den physischen Kräften der Welt in eine gewisse Beziehung. So tritt auch das willensmäßige Ich mit den Kräften der Welt, in der es zwischen dem Einschlafen und Aufwachen ist, in eine gewisse Beziehung. Stellen wir uns diese Beziehung, so wie sie sich der geistigen Beobachtung ergibt, einmal graphisch dar. Ich kann sie natürlich nur schematisch darstellen. Es sei dies der physische Mensch, wie er im Einschlafen ist, und es sei das, was ich nun hier zeichne, der ihn durchdringende Ätherleib (siehe Zeichnung, gelb). Ich müßte nun, wenn ich den Menschen im Wachen zeichne, den astralischen Leib hineinzeichnen und das Ich. Das tue ich nicht, denn ich will ja den Zustand charakterisieren, der eintritt, wenn der Mensch in den Schlaf fällt. Das Willensmäßige, also das Ich, tritt vor die Wesenheiten der geistigen Welt.
Cite:
GA 208/1921-11-12/p014 · edition original