Einundzwanzigster Vortrag

GA 208/1921-11-12/p032 ·1921-11-12 · original (original)
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Ich habe ja bei verschiedenen Anlässen darauf hingewiesen, wie ein äußerliches Denken gerade über die Beziehung des menschlichen physischen und ätherischen Organismus zum Einschlafen falsch denkt. Gewöhnlich wird ja die Sache — ich wiederhole nur, was ich öfter und ausführlich dargelegt hatte — so dargestellt, daß man sagt: Der Mensch ermüdet durch die Anstrengung seiner Glieder, durch die Arbeit, und er muß dann schlafen, weil dadurch die Ermüdung wieder ausgeglichen wird. Schon eine Besinnung darüber, daß man ja nicht immer durch die Ermüdung einschläft, könnte hier ein richtiges Denken zutage fördern. Man braucht sich nur daran zu erinnern, daß ein recht ausgeruhter Rentier zum Beispiel sich einen Vortrag anhört, zu dem er, weil sich das so gehört, vielleicht einmal geht, und nach den ersten fünf Minuten ist er gewöhnlich eingeschlafen — aus Ermüdung kaum!

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