Einundzwanzigster Vortrag

GA 208/1921-11-12/p038 ·1921-11-12 · original (original)
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Hätte ich Ihnen hier irgend etwas hergemalt, was eine Nachbildung ist von einem Physischen, dann würde ich mich zu halten haben an das Physische, und das, was ich hierher gemalt hätte, wäre eben das Bild, und man würde von der äußeren Realität zu dem bloßen Bildhaften übergehen. Wenn man das Übersinnliche darstellt, muß man den umgekehrten Weg gehen. Es ist übersinnlich, man muß es innerlich erleben. Und dann geht man nach außen und stellt eben im Bilde das innerlich Erlebte dar. Dieses innerlich Erlebte ist auch ein durchaus in sich Bewegliches, und ich müßte eigentlich diese Tingierung glitzernd, glänzend, sich ineinanderschiebend, aufleuchtend, abdämmernd darstellen. Dieses Aufleuchten, Abdämmern, das ist aber durchaus zu beobachten, wenn man den ganzen Menschen durch geisteswissenschaftliche Forschung ins Auge faßt.

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