Zweiundzwanzigster Vortrag
Nun ist das menschliche Haupt innerlich so geformt, daß es erstens eine Nachbildung ist von dem, was sich hier gefurcht und tingiert hat im vorigen Erdenleben, daß aber in diesem Haupt auch ausgeprägt ist, man kann sagen, das ganze Universum. Den Erkenntnisvorgang begreift eigentlich die heutige Wissenschaft sehr schlecht, denn er ist so zu fassen, daß man sagt: In diesem menschlichen, kompliziert gebauten Gehirn, ist eigentlich durchaus eine Nachbildung des Universums vorhanden. Und was da drinnen an Formen auftritt, das ist so, daß es nicht durchdrungen werden kann von dem Ich und von dem astralischen Leibe. Die leben frei, wie ich in früheren Betrachtungen ausgeführt habe, in dem menschlichen Haupte. Darum weiß sich der Mensch gerade als Ich und astralischer Leib, weil diese frei leben. Nur mit dem Gliedmaßen-Stoffwechselmenschen können sich Ich und astralischer Leib wirklich verbinden, wie wir gesehen haben. Da wuchern sie drinnen und machen ihn vorzugsweise zu einem Willenswesen, wie wir ja auch wissen. Dadurch aber lebt in dem Gliedmaßen-Stoffwechselmenschen vorzugsweise das, was durch den Tod wiederum hinaustritt in die geistige Welt, die den Menschen seinem Ich und seinem astralischen Leib nach aufnimmt und zu weiteren Daseinsstufen trägt, während in dem Haupt des Menschen alles das vorhanden ist, was aus den früheren Leben und Leben zwischen Tod und neuer Geburt herkommt und sich gewissermaßen dieser Hauptesorganisation eingeformt und in sie eingelebt hat. Das Haupt des Menschen weist nach rückwärts, der Gliedmaßen-Stoffwechselmensch weist nach vorwärts und der rhythmische Mensch ist eben das Hinundherpendeln zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Cite:
GA 208/1921-11-13/p008 · edition original